Ausstellung „Bodenkino“: Eine Reise in den Untergrund

Mit dem „Bodenkino“ widmet sich das BIOTOPIA Lab dem wichtigen Thema „Böden“ in einem außergewöhnlichen Format: in einem „Kinofilm“. Der Mikrofotograf Wim van Egmond (Niederlande) hat für das BIOTOPIA Lab ein 15-minütiges Video mit Untertiteln zusammengestellt, das im Zeitraffer Prozesse im Boden darstellt, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Die hoch ästhetischen Aufnahmen, zusammengefügt zu einem einzigartigen Kunstwerk, ermöglichen nicht nur Einblicke in biologische und chemische Prozesse, sondern fördern auch das Verständnis für die große Bedeutung von Organismen im Boden – von Bakterien bis zu Regenwürmern.

Die Kuratorinnen Samara Rubinstein und Tanja Seiner haben die Ausstellung für das BIOTOPIA Lab ganz im Stil eines Kinos konzipiert. „Hauptdarsteller“ sind die Bodenlebewesen, zu denen es grundlegende Informationen gibt. Ein Teilbereich des BIOTOPIA Lab ist zum Mini-Kino geworden, in dem der Film in Dauerschleife läuft. Ihr könnt jederzeit reinschauen!

Vier Bodenprofile des Bayerischen Landesamt für Umwelt kontextualisieren den Film und zeigen auf, wie unterschiedlich Böden aussehen können. Eine Besonderheit der Ausstellung ist ein Vorhang, der von Mitarbeitenden der TUM hergestellt wurde. Er besteht aus Paludifasern, Weizenstroh, Agar-Agar, Glycerin, Calciumcarbonat, Kaffeesatz und einem Hanfnetz als Verstärkung. Dieses Biotextil kombiniert regionale landwirtschaftliche Reststoffe mit einem biobasierten Bindemittel zu flexiblen, nachhaltigen Oberflächen.

(Fotos: Wim van Egmond)